Kameraüberwachungssysteme – Schutz für zu Hause und im Büro

Die Installation einer Überwachungskamera ist für viele Menschen eine wichtige Sicherheitsmaßnahme – egal ob zu Hause oder im Büro. Beim Kauf einer Überwachungskamera sollte man jedoch auf bestimmte Kriterien achten, denn nur ein gutes Produkt kann die bestmögliche Sicherheit bieten.

Welche Kriterien das sind, was es mit Videoüberwachung und Datenschutz auf sich hat und welche fünf Fehler man beim Kauf von Überwachungskameras vermeiden sollte, erfahren Sie hier.

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Überwachungskameras – wichtige Eckdaten

Grundsätzlich gibt es unzählige Ausführungen von Überwachungskameras, die allesamt eine besonders hohe Sicherheit versprechen. Im Test schneiden jedoch nicht alle Überwachungskameras gut ab. Die Überwachungskamera soll schließlich nicht nur außen und innen aus jedem Blickwinkel funktionieren, sondern darüber hinaus auch weitere wichtige Kriterien erfüllen, um sowohl Unternehmen als auch private Haushalte vor Straftaten wie Einbruch und Vandalismus zu schützen. Darunter fallen unter anderem:

  • Aufnahmequalität
  • Tonqualität
  • Überwachungsfunktionen
  • Bedienung
  • Speichermöglichkeiten
  • Akku-Laufzeit
  • Stromverbrauch

Damit die Außenkameras jegliche Vorgänge von der Haustür bis zum Garten aufnehmen, müssen nachfolgende Eckdaten gegeben sein.

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WLAN oder Funk-Kameras

WLAN-Überwachungskameras sowie Funk-Überwachungskameras stehen in dem Ruf, nicht besonders sicher zu sein. Zum einen lässt die Reichweite der Kameras im Outdoor-Bereich häufig zu wünschen übrig. Mit einer durchschnittlichen Reichweite von rund 10 bis 20 Metern wäre die einwandfreie Videoüberwachung eines kompletten Firmengeländes nicht gewährleistet.

Zum anderen sollen insbesondere Funk-Überwachungskameras gefährliche Sicherheitslücken aufweisen. Unabhängig davon, wie teuer das gewählte Modell ist, lassen sich sowohl analoge als auch digitale Funk-Kameras „abhören“. Die Aufzeichnung einer guten Überwachungskamera erfolgt in HD-Qualität und zeichnet unter Umständen noch den Ton mit. Das Signal bei Funk-Kameras wird ungesichert übertragen, sodass sich Dritte unbemerkt Zugriff auf das aufgezeichnete Bildmaterial verschaffen können – auch dann, wenn die digitale Kamera über ein LAN-Kabel verbunden ist.

So können Kriminelle unter Beobachtung der täglichen Arbeitsabläufe etwa einen Ladendiebstahl planen oder bestimmte Personen mit pikanten Details und Informationen erpressen. In den entsprechenden Betriebsanleitungen der Kameras wird in der Regel nicht ausreichend darauf hingewiesen, sodass Kunden sich der Sicherheitslücken nicht bewusst sind.

Eine IP-Kamera kann durch die Verwendung sicherer Passwörter weitestgehend vor Angriffen aus dem Internet geschützt werden, jedoch können jegliche Aufzeichnungen durch die ungeschützte Funkstrecke von unberechtigten Dritten empfangen werden, sofern sich diese nicht weiter als 300 Meter entfernt befinden.

Bei der Installation von Funk- oder IP-Überwachungskameras gilt daher ebenso eine große Vorsicht bei der Auswahl des Anbieters, wie wenn man Telefonanlagen einrichten lassen möchte.

Bildqualität

Die Bildauflösung einer Überwachungskamera ist einer der wichtigsten Auswahlkriterien – schließlich nützt die Aufzeichnung der Live-Bilder nichts, wenn man nicht jedes Detail erkennen kann.

Bei der Auflösung handelt es sich um die Anordnung und Anzahl der digitalen Pixel, welche schließlich ein Bild erzeugen. Angegeben wird die Auflösung in dem Format horizontale Pixelanzahl x vertikale Pixelanzahl, zum Beispiel 1920 x 1080. Grundsätzlich gilt, je höher die Anzahl der Pixel, desto schärfer ist das Bild.

Die meisten Menschen greifen auf eine Überwachungskamera zurück, die über eine Full-HD-Auflösung verfügt. UHD-Kameras verwenden jedoch rund viermal so viele Pixel wie eine klassische Full-HD-Kamera. Die Bildqualität wird jedoch nicht nur über die unterschiedlichen Auflösungen bestimmt, sondern auch über die Größe der Sensoren, die einzelnen Hardwarekomponenten sowie die verwendete Software.

Darüber hinaus ist auch die Bildrate entscheidend (fps – frames per second). Diese gibt an, wie viele Bilder pro Sekunde während der Aufnahme eines Videos aufgezeichnet werden. Grundsätzlich ist die Anzahl der fps bei Überwachungskameras von der Höhe der Festplatten-Speicherkapazität abhängig.

Des Weiteren muss die Überwachungskamera für eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung über eine Nachtsicht-Funktion verfügen, die einwandfrei funktioniert.

Speicher

Die Speicherkapazität ist ebenfalls eines der wichtigsten Elemente von Überwachungskameras. Der Speicher ermöglicht es, das Aufgezeichnete anzusehen. So muss die gewählte Speicherart über ausreichend Kapazität, Geschwindigkeit und Lebensdauer verfügen.

Sowohl die Bandbreite als auch die gewünschte Dauer der Kameraüberwachung sind entscheidend für den benötigten Speicherplatz, denn je mehr Daten von der Kamera aufgezeichnet werden sollen, desto höher muss die Speicherkapazität sein.

Grundsätzlich eignet sich für die private Videoüberwachung die Funktion des selektiven Speicherns. Hausbesitzer wollen in der Regel nicht das Stillleben im Garten oder auf der Auffahrt aufnehmen. Die Kamera soll lediglich dann aufgezeichnetes Material speichern, wenn sie Bewegung innerhalb des überwachten Bereiches wahrnimmt. Die sogenannte Motion Detection ermöglicht es, dass die Aufnahme der Kamera dann gestartet wird, wenn Personen oder beispielsweise ein Auto wahrgenommen werden. Anschließend wird genau dieser Abschnitt gespeichert. Mit dieser Funktion kann das Speicherkontingent entlastet werden.

Möchte man die Kamera hingegen für den Dauereinsatz verwenden – etwa bei der Videoüberwachung eines Firmengeländes – ist eine Speicherkarte mit einer hohen Kapazität und Belastbarkeit von bis zu 512 GB erforderlich. Auch hochauflösende Aufzeichnungen benötigen mehr Speicherplatz. Alternativ kommt auch die Cloud-Speicherung infrage.

Die SD-Karte muss darüber hinaus über eine hohe Schreibgeschwindigkeit von mindestens 70 MB/s verfügen, da die aufgezeichneten Videos ansonsten springen oder träge sein könnten, sodass in diesem Fall keine optimale Überwachung gewährleistet ist. Auf die UHS-I-Video-Geschwindigkeitsklasse (V30) sollte ebenfalls geachtet werden.

Bei einer kontinuierlichen Rund-um-die-Uhr-Überwachung ist die Lebensdauer der SD-Karte ebenso entscheidend. Sie muss nicht nur ausreichend Speicherplatz bieten, sondern darüber hinaus auch speziell für die Verwendung im Außenbereich ausgerichtet sein, sodass sie Nässe, starken Winden und Temperaturschwankungen standhalten kann.

Smarte Überwachung

Moderne Überwachungskameras verfügen über eine Reihe verschiedener Funktionen. So sind smarte IP-Kameras in der Regel mit entsprechenden Sensoren ausgestattet, die den Besitzer über registrierte Veränderungen in den verschiedenen Bereichen informieren. Ein Bewegungsmelder mit integrierter Alarmfunktion sorgt für mehr Sicherheit.

Einige Modelle senden eine Benachrichtigung mit den entsprechenden Fotos per E-Mail. Andere wiederum melden unerwartete Bewegungen per SMS. Bestimmte Geräte sind über eine spezielle App mit dem Smartphone verbunden, sodass man beim Auslösen des Bewegungssensors unmittelbar eine Push-Nachricht erhält. Eine eingebaute Sirene hingegen löst einen lauten Alarm aus, sofern ein versuchter Einbruch vorliegt, um den Straftäter in die Flucht zu schlagen. Darüber hinaus kann ein Bewegungssensor auch im Rahmen der Motion Detection genutzt werden, sodass die Video-Aufzeichnung dann startet, wenn eine Bewegung wahrgenommen wird.

Bedienung

Die Überwachung eines Objektes soll vor allem eines sein: unkompliziert und benutzerfreundlich. Egal ob ein privates Haus oder ein Firmengelände per Video überwacht werden soll – die Einrichtung und Bedienung der IP-Kamera sollte jedem gelingen.

Idealerweise kann die Netzwerktechnik per Smartphone-App eingerichtet werden. Zunächst muss in der Regel ein Nutzerkonto angelegt werden, wofür die Angabe der E-Mail-Adresse, des Benutzernamens sowie eines sicheren Passwortes erforderlich ist.

Anschließend erhält man eine detaillierte Anleitung für die Installation der Überwachungskamera. Der Verbindungsaufbau zwischen der IP-Kamera und dem Smartphone wird in den meisten Fällen über einen zu scannenden QR-Code hergestellt.

Einige Überwachungskameras können auch mit Sprachassistenten wie Apple Siri, Amazon Alexa oder Google Assistant verknüpft werden, sodass eine Steuerung per Sprache ermöglicht wird.

Videoüberwachung & Datenschutz

Im Rahmen der Videoüberwachung gelten einige rechtliche Vorgaben hinsichtlich des Datenschutzes.

Grundsätzlich ist die Videoüberwachung als Datenverarbeitung gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. f DS-GVO dann zulässig, wenn die Wahrung berechtigter Interessen (rechtlich, wirtschaftlich, tatsächlich, ideell) erforderlich ist und die Grundrechte, Grundfreiheiten oder entgegenstehende Interessen der betroffenen Personen dem nicht überwiegen. Soll der Einsatz einer Überwachungskamera vor Straftaten wie Einbrüchen, Diebstahl oder Vandalismus schützen, ist dies grundsätzlich zulässig, sofern die besondere Gefahrenlage nachgewiesen werden kann.

Damit die Installation einer Überwachungskamera den datenschutzrechtlichen Vorschriften der DS-GVO entspricht, müssen unter anderem folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Es muss ein nachgewiesenes, berechtigtes Interesse bestehen.
  • Die Überwachung muss in den einzelnen Bereichen kenntlich gemacht werden.
  • Die Kontaktdaten des für die Videoüberwachung Verantwortlichen müssen kenntlich sein.
  • Die Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten sollten angegeben werden.
  • Die Löschfristen müssen beachtet werden.
  • Die Aufnahmen müssen vor dem Zugriff von Dritten geschützt werden.

Überwachungssystem: 5 Fehler beim Kauf vermeiden

Der Kauf einer Überwachungskamera muss ausreichend überlegt sein. Sowohl online als auch in lokalen Geschäften werden zahlreiche Modelle und Geräte angeboten. Daher sollte bereits im Voraus eine Aufklärung über die benötigten technischen Voraussetzungen stattfinden, um folgende Fehler beim Kauf zu vermeiden.

Batteriebetriebene Kameras

Batteriebetriebene Kameras sind vor allem für den Außeneinsatz nicht geeignet. Diese sind in der Regel mit einem Bewegungsmelder ausgestattet, der dafür sorgt, dass die Kamera erst dann aufzeichnet, wenn eine Bewegung registriert wird. Jedoch benötigen diese Geräte meist längere Zeit, um hochzufahren, wodurch wertvolle Sekunden verloren gehen können.

Darüber hinaus neigen batteriebetriebene Kameras dazu, im Winter einzufrieren. Daher sollte man im Hinblick auf die Energieversorgung auf eine stromnetzbetriebene Überwachungskamera setzen.

Wettertauglichkeit

Eine Überwachungskamera, die für den Innenbereich gedacht ist, muss keinen besonderen Schutz haben. Außenkameras hingegen sollten Wind und Wetter standhalten können – idealerweise jahrelang. So sollten sowohl die Kamera selbst als auch der Akku und die Speicherkarte wasserfest sein und auch bei Sonneneinstrahlung nicht überhitzen.

Blickwinkel

Vor dem Kauf einer Überwachungskamera sollte man den Erfassungsbereich bestimmen. Dieser kann jedoch nur ausreichend abgedeckt werden, wenn der Blickwinkel der Kamera stimmt. Daher sollten Laien auf ein Gerät setzen, welches über einen einstellbaren Blickwinkel verfügt. Folgende Bereiche kommen hier infrage:

  • Nahbereich: 2 bis 5 Meter
  • mittlerer Bereich: 3 bis 10 Meter
  • Fernbereich: 8 bis 15 Meter
  • mittlerer Fernbereich: bis 25 Meter
  • Super-Fernbereich: bis 40 Meter

Tonaufnahme

Die Möglichkeit der Tonaufnahme bietet zwar viele Vorteile, jedoch sind solche Überwachungskameras in Deutschland verboten. Mitgeschnittene Gespräche von Einbrechern oder sonstigen Personen können nicht als Beweismittel verwendet werden. Daher sollte man beim Kauf auf eine Kamera ohne Tonaufzeichnung setzen.

Hohe Montage

Wird die Überwachungskamera zu hoch installiert, können Gesichter von Personen unkenntlich sein. Daher ist es ratsam, einen Experten mit der Montage zu beauftragen, sodass die Kamera in idealer Höhe angebracht wird.

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