IT-Hardware-Markt in Turbulenzen – ein kurzer Überblick
Der IT-Hardware-Markt erlebt aktuell massive Lieferengpässe – besonders bei Arbeitsspeicher (RAM), SSD-Festplatten und Prozessoren (CPUs). Das treibt die Hardwarepreise in die Höhe und erschwert die Planung von IT-Projekten.

Wie sieht es aktuell aus? Sind die Preise jetzt schon gestiegen?
Einige Artikel (besonders Arbeitsplatz-Hardware wie Notebooks) sind noch zu „alten“ Preisen verfügbar, da Lagerbestände noch aus der Zeit vor den Preisanstiegen stammen. Diese Reserven sind aber bald aufgebraucht, sodass die Preisanstiege nur eine Frage der Zeit ist.
Im Server-Bereich ist die Lage schon deutlich kritischer, weil viele Lösungen kundenindividuell zusammengebaut werden. Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr schon deutlich gestiegen, weil die Verfügbarkeit von Einzelkomponenten teilweise sehr schwach ist.
Doch nicht nur neue System sind betroffen! Auch die Aufrüstung von bestehenden Serversystemen wird teilweise von den Herstellern gar nicht mehr angeboten, weil die die Komponenten für den Bau von neuen Systemen reservieren sind. Werden noch Aufrüstungen angeboten, sind diese meist im Vergleich zum damaligen Kaufpreis sehr teuer.
Was kann man tun? Was ist die beste Strategie?
Die Situation ist für alle Parteien schwierig und die weitere Entwicklung nur schwer abzuschätzen.
Das Warten auf sinkende Hardwarepreise ist aber vermutlich die schlechteste Alternative, denn renommierte Hersteller melden, dass die Produktionskontingente für 2026 bereits komplett verkauft wurden (siehe WD und Seagate bestätigen: Festplatten fürs Jahr 2026 ausverkauft | heise online).
Sollte Ihr Unternehmen also IT-Projekte planen, ist es ratsam diese jetzt anzugehen und sich benötigte Hardware frühzeitig zu sichern. So lassen sich unangenehme Überraschungen wie plötzliche Mehrkosten oder Projektverzögerungen vermeiden und Sie behalten die Kontrolle über Budget und Zeitplan.
TIPP: Vorsicht bei Preisvergleichen im Internet
Der Preisvergleich im Internet kann trügerisch sein: Viele Online-Händler locken mit früheren Niedrigpreisen, haben die Ware jedoch nicht vorrätig und versuchen die Ware erst dann zu beschaffen, wenn eine Bestellung vorliegt.
Nicht selten beginnen aber genau dann die Probleme für die Kunden: Denn die Händler können die Produkte dann nicht zu einem „guten Kurs“ einkaufen und versuchen diesen Umstand auf die Käufer „abzuwälzen“ – z.B. durch verzögerte Lieferungen, nachträgliche Preisverhandlungen oder teilweise sogar Stornierungen von Aufträgen.
Achten Sie also darauf, dass Sie nur Händler wählen, die über tatsächliche Lagerware verfügen. Meist sind dies aber nicht die Händler, die in den Preisvergleichsseiten auf den ersten Plätzen rangieren.
Eine persönliche Kontaktaufnahme per Telefon oder E-Mail mit der Anfrage von Lagerfähigkeit, fixen Preisen und Lieferzeiten ist daher zu empfehlen.